Aktivitäten

2019/20

Teilnahme am Programmier-Workshop "Coding for Kids"

Einerseits gilt: Programmieren ist so etwas Ähnliches wie Denkunterricht! Beschäftigen wir uns mit dem Programmieren, dann beschäftigen wir uns mit dem Denken, wir werden zu Denkern. Aber auch: Ohne vernünftige Programmierer würden Unternehmen – und der Rest der Welt – vermutlich ganz schön alt aussehen. Umso wichtiger ist es, dass Schüler bereits sehr früh an das Thema herangeführt werden. Programmieren mit kindgemäßen Programmiersprachen macht es möglich! Natürlich werden nur die wenigsten Schüler – vor allem der NMS – Programmierer, aber wir lernen in der NMS z.B. auch Musik, aber die wenigsten werden Musiker. Oft wird der typische Programmierer gerne als Stubenhocker und Außenseiter, als „Nerd“, dargestellt. Doch in unserem digitalen Zeitalter könnte fast behauptet werden, dass Programmierer die Welt regieren – ohne sie funktioniert nichts. Die IT-Abteilungen spielen in modernen Unternehmen eine zentrale Rolle und Programmierer kriegen gute Jobs und somit auch gutes Gehalt. Um den steigenden Bedarf an Programmierern zu decken, ist es natürlich von Vorteil, bereits die Jüngsten spielerisch an das Thema heran zu führen – und hier kommen kindgemäße Programmierumgebungen ins Spiel! 

Samsung nun stellt seit 2016 in Zusammenarbeit mit der TU Graz Programmier-Workshops für Schüler zur Verfügung. Samsung will den sinnvollen und produktiven Umgang mit Technologie und möchte den Schülern mit den Workshops jene Fertigkeiten näherbringen, die sie in unserer zunehmend digitalisierten Welt brauchen.

Bei diesen Workshops wird Pocket Code verwendet, eine Programmierumgebung, die vom SCRATCH-Team des MIT (Massachusetts Institute of Technology - USA) entwickelt und von vielen internationalen Institutionen, so auch der TU Graz, vor allem für Schulen optimiert wurde. Sie ist als App sowohl für iOS als auch für Android gratis zu bekommen. Sie ist speziell für kleine Smartphone-Bildschirme konzipiert. Wie SCRATCH ist Pocket Code eine objektorientierte Programmiersprache und für Schüler sehr gut geeignet. Vor allem einfache Lern- und andere -spiele können sehr leicht programmiert werden. Recht einfach kann das fertige Programm auf die sogenannte Community-Seite hochgeladen werden und allen Nutzern von Pocket Code zur Verfügung gestellt werden. Von dort kann man dann sein Programm als eigenständige App für sein Smartphone herunterladen.  Man kann mit Pocket Code aber auch den LEGO-Roboter NXT programmieren.

Die Schüler der drei zweiten Klassen wurden in vier Gruppen eingeteilt, es gab also vier Workshops aufgeteilt auf zwei Schultage. Der Workshop wurde von zwei ausgebildeten IT-TrainerInnen  geleitet. Jedem Schüler wurde ein Samsung-Smartphone zur Verfügung gestellt. Die IT-TrainerInnen zeigten auf Samsung-Tablets Tipps und Tricks für das Programmieren vor. Sehr gute, sehr leicht verständliche  Unterlagen halfen den Schülern beim Erstellen ihrer Programme. Besonders die Objektorientiertheit der Programmiersprache kam bei diesen Unterlagen recht deutlich zur Geltung. Die Ergebnisse waren erstaunlich gut, das Interesse der Schüler sehr groß.  Die Menüführung der Programmierumgebung selbst ist recht einfach zu beherrschen, die Befehls-Pakete sind übersichtlich, verschiedenfärbig angeordnet. Manche Befehlsblöcke vor allem im Paket „Daten“ aber auch im Paket „Bewegung“ waren für manche NMS-Schüler schon etwas schwer durchschaubar.  Alles in allem ein sehr guter, interessanter und unbedingt weiter zu empfehlender Workshop.

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