1b - Teilnahme am Robo4girls Pilot-Workshop

Der alte RCX-Stein
Der neue R4G-Stein mit BBC Micro:bit

Seit 2002 gibt es „Roberta – Lernen mit Robotern“, ein vom deutschen „Frauenhofer Institut für intelligente Analyse- und Informationssysteme“ (IAIS) entwickeltes Ausbildungskonzept für Jugendliche. Das österreichische „Zentrum für Interaktion, Medien & soziale Diversität“ (ZIMD) entwickelte methodisch-didaktische Konzepte basierend auf diesem Ausbildungskonzept „Roberta“ mit Schwerpunkt „Mädchen und Programmieren“ und veranstaltet schon seit Jahren Roboter-Workshops für Mädchen. Mädchen sollen mittels LEGO-Robotern spielerisch programmieren lernen und dadurch die Scheu vor der Technik verlieren.  

Begonnen wurde mit LEGO Mindstorms Bausätzen der ersten Generation (Legosteine, Sensoren, Aktoren) und mit dem berühmten gelben programmierbaren LEGObaustein RCX. Der Name LEGO Mindstorms (Gedankenblitze) erinnert an  den Vater der Computerpädagogik Seymour Papert und an sein 1982 erschienenes Buch "Mindstorms – Kinder, Computer und Neues Lernen“. Er und sein Team am Massachusetts Institute of Technology (MIT) waren an der Entwicklung der LEGO-Bausätze und des RCX beteiligt. (Mittlerweile hält LEGO Mindstorms nach dem RCX-Nachfolger NXT bereits mit dem EV3 bei der dritten Generation von programmierbaren Bausteinen. NXT und EV3 sind jedoch nicht sehr kindgemäß! Es kamen dann noch mit dem "LEGO Boost" und dem Bausatz „LEGO Education WeDo“ kindgemäße Roboter-Neuheiten auf den Markt. Alle Bausätze zeichnen sich durch eher hohe Kosten aus!)

Die Programmierung des RCX-Steines erfolgte mit der RIS-Software (Robotics Invention System) von LEGO, einer Programmierumgebung mit ikonischer Programmierung. Das fertige Programm wurde vom Computer mit Hilfe eines Infrarotsenders, der an den COM-Port (später an den USB-Port) angeschlossen war, auf den RCX-Stein geladen. (Eine andere Programmiersprache zum Programmieren des RCX war und ist "MicroWorlds", eine Programmierumgebung, die neben SCRATCH wohl die kindgemäßeste Programmiersprache ist. Einziger Nachteil: Es handelt sich um eine textuelle Programmierung, es muss also viel eingetippt werden, was in der NMS für manche etwas mühsamer ist als eine ikonische Programmierung wie z.B. mit SCRATCH. Auch der NXT kann mit dieser Sprache programmiert werden.(Diese Software wurde übrigens auch vom Vater der Computerpädagogik Seymour Papert mitentwickelt. Der Name "MicroWorlds erinnert wieder an oben genanntes Buch, in dem er seine computerbezogenen Lernumgebungen "Mikrowelten" nennt.)

Das funktionierte alles bis zu WINDOWS XP klaglos. Spätere WINDOWS-Versionen ließen zwar die Programmierung des RCX zu, die Übertragung des fertigen Programms auf den RCX mittels IR-Tower funktionierte nicht mehr. Die Roberta-Initiative arbeitete daher bis 2018 mit alten XP-Versionen auf veralteten Laptops. Auch wir haben noch 6 alte Laptops mit WINDWS XP zur Verfügung, um den RCX und 6 alte aber gute LEGO-Bausätze, die sehr kostspielig waren, weiterhin verwenden zu können. Wir verwenden aber nicht die RIS-Software sondern eben „MicroWorlds“.  

2018 nun wurde das Projekt „Neuer programmierbarer Baustein“ für die alten LEGO-Bausätze begonnen. Auch eine entsprechende Programmierumgebung musste her. Im Sommer 2019 konnte der neue Baustein getestet werden. Die Elektronik befindet sich in einem mittels 3D-Druck hergestellten Gehäuse, das die typischen LEGO-Noppen aufweist. Gesteuert wird der auf diesem Gehäuse aufgebaute Roboter mit einem BBC Micro:bit.

Dieser wiederum wird mit einer recht einfachen Programmiersprache programmiert. Die App nennt sich wie der Stein  „R4G“. Sie arbeitet wie alle derzeitigen Programmierumgebungen mit Befehlsblöcken. Das fertige Skript wird über Bluetooth auf den Micro:bit übertragen. Somit muss auf den Tablets Bluetooth eingeschaltet sein.

R4G

Die Mädchen der 1b hatten die ehrenvolle und verantwortungsvolle Aufgabe, diesen neuen programmierbaren R4G-Baustein am 19. September 2019 zu testen. Sie waren mit Eifer und Begeisterung bei der Sache und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen.

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